Einige Städte

Einige Städte

Wer einen Urlaub in der Türkei verbringt, wird garantiert viel sehen und erleben. Nicht nur Küsten und Natur begeistern die Feriengäste, auch die Großstädte, Urlaubsorte und kleinen Dörfer mit ihren Sehenswürdigkeiten haben viel zu bieten. Ob historische Altstädte, moderne Einkaufszentren oder das abwechslungsreiche Nachtleben – hier bleibt kein Wunsch unerfüllt. Lassen Sie sich darüber hinaus gastronomisch verwöhnen, und genießen Sie die herzliche Gastfreundschaft der Türken!

Alanya

Alanya liegt an der türkischen Südküste. Hinter der auf einer Halbinsel liegenden Stadt erhebt sich der zum Taurus gehörende Akdagi.

Im Gegensatz zu vielen Urlaubszentren verfügt Alanya nicht nur in der Umgebung, sondern auch direkt im Stadtzentrum über schöne Strände. Das 15 Kilometer östlich von Alanya gelegenen Dim-Flusstals ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem Fluss sind Kanufahrten möglich. Die Berge Akdagi und Cebelireis bieten gute Voraussetzungen zum Wandern und Bergsteigen, der Akdagi ist zudem offizielles Wintersportzentrum.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der achteckige Rote Turm. Die Schiffswerftanlage wurde 1228 unter seldschukischer Herrschaft angelegt, ebenso die gut erhaltene Festung aus dem 13. Jahrhundert auf dem Burgberg von Alanya. Am Fuße des Burgbergs liegt die Tropfsteinhöhle Damlatas. Auch die Fosforlu-Höhle, die mit einem Boot befahren werden kann, ist sehenswert: Der phosphoreszente Meeresboden lässt das Wasser leuchten. Die Andizli Moschee von 1227 wird von einem ungewöhnlich hohen Minarett flankiert, die kunstvoll geschnitzten Fensterrahmen und Türen der Burgmoschee zählen zu den schönsten Beispielen osmanischer Holzbearbeitung. In der näheren Umgebung befinden sich mehrere interessante Ruinenstätten: Leartis (22 Kilometer), Iotape (30 Kilometer) und Cyedra (bei Kargacy).

Bevor Alanya 1471 an das osmanische Reich fiel, erlebte es viele verschiedene Herrschaften: Nach pamphylischer, kilikischer, hethitischer und griechischer Besatzung bauten die Römer die durch Kriege und Überfälle zerstörte Stadt wieder auf. Unter den Byzantinern hieß Alanya Kolonores (“Schöner Berg”), unter den Seldschuken Aliye.

Alanya ist von einem typisch mediterranen Klima mit sehr milden, regnerischen Wintern und heißen, trockenen Sommern geprägt. Die durchschnittliche Lufttemperatur beträgt 19 °C, das Wasser hat eine Durchschnittstemperatur von 12 °C.

Ankara

Die Hauptstadt der Republik Türkei, (2,9 Mio. Einwohner, 835-1000 Meter ü.d.M.), liegt im Übergangsbereich von Zentralanatolien und dem Südpontus. Die Stadt liegt im anatolischen Hochland und ist von einer hügeligen Berglandschaft umrahmt. Die um das Stadtgebiet angelegten Stauseen dienen neben der Wasserversorgung auch als Naherholungsgebiete.

Der Altinpark bietet auf 640.000 qm Fläche ein internationales Kultur- und Wissenschaftszentrum, Sporthallen und Sportplätze, mehrere Amphitheater sowie zahlreiche Restaurants. Auch der Atatürk Orman Ciftligi ist eine großzügige Parkanlage. Hier gibt es große Kaffeehäuser, zahlreiche Picknickplätze, ein Schwimmbad in Form des Schwarzen Meeres und den Zoo von Ankara. Im Stadtzentrum befindet sich der Genclik Parki (Jugendpark), eine weitläufige Grünfläche im Stadtzentrum mit Teehäusern, Jahrmarktsattraktionen und einem künstlichen See (Bootsverleih).

Der Atatürk Bulvari bildet die zentrale Nord-Süd-Achse der Stadt, er verbindet das Herz der Altstadt (Ulus Meydani) mit der modernen Neustadt. An dem 5 Kilometer langen, von Baumreihen gesäumten Boulevard reihen sich Geschäfte, Restaurants und Straßencafés sowie die Oper und die Universität. Über der Altstadt thront die Zitadelle aus dem 7. Jahrhundert auf dem 120 Meter hohen Burgberg, an dessen Südhang sich die älteste Moschee der Stadt befindet, die Arslanhani Camii (13. Jh.). Unterhalb der Burg befinden sich die bedeutendsten antiken Sehenswürdigkeiten Ankaras: Die 15 Meter hohe Julian-Säule, die Ruinen des Augustustempels (10 n. Chr). und die Caracalla-Thermen (3. Jh.). Eine bedeutende Sehenswürdigkeit neueren Datums ist das monumentale Mausoleum Atatürks, das Anit Kabir. Das 1944-1953 erbaute Wahrzeichen des modernen Ankaras ist ein typisches Zeugnis türkischer Architektur.

Die Geschichte Ankaras reicht bis in hethitische Zeit (2000 v. Chr.) zurück. Danach folgten Phasen phrygischer, lydischer sowie persischer Herrschaft. Im 3. Jh. v. Chr. erhielt die Stadt als Kapitale der keltischen Galaten den Namen Ankyra. 25 v. Chr. wurde das heutige Ankara unter Kaiser Augustus zur Hauptstadt der Provinz Galatien. Im Zuge der Entwicklung des Islams wurde die Stadt im 7. und 8. Jh. von persischen und arabischen Einflüssen geprägt. Eine Blütezeit erlebte Ankara, nachdem es 1403 an die Osmanen fiel, die hier bis zum Zusammenbruch des Osmanischen Reiches herrschten. Während des Freiheitskampfes wurde Ankara 1920 zu einem zentralen Stützpunkt und 1923 wegen seiner geopolitischen Lage von Atatürk zur Hauptstadt der neuen Republik Türkei erklärt. Damit setzte eine gewaltige Expansion ein: Städtebauer aus Europa wirkten bei dem planmäßigen Ausbau Ankaras zu einer modernen, z. T. westlich geprägten Metropole mit.

In Ankara herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima mit trockenen und warmen Sommern (Tageshöchstwerte um 30 °C) und kaltfeuchten Wintern mit seltenen Schneefällen (Tagestiefstwerte um den Gefrierpunkt). Der Jahresniederschlag (344 mm, durchschnittlich 68 Tage) fällt überwiegend im Winterhalbjahr, das Niederschlagsmaximum wird im Frühjahr erreicht.

Antalya  /  Aksu  /  Lara

Die Provinzhauptstadt Antalya liegt auf einem schroff ins Meer abfallenden Felsplateau an der türkischen Südküste im Golf von Antalya.

In Antalya kann man alle vier Jahreszeiten genießen: Während an der Küste der Strand zum Sonnenbaden und das klare Meer zum Tauchen einladen, kann man im Skigebiet Saklikent (ca. 50 Kilometer entfernt) Ski fahren. Die Hochebenen des Taurusgebirges sind beliebte Ausflugsziele, hier sind Wanderungen und Bergsteigen möglich. In der Schlucht des Köprülü-Nationalparks werden auf dem Fluss Köprücay die aufregendsten Wildwasserfahrten des ganzen Landes organisiert.

Von der alten Stadtmauer sind noch Teile erhalten, die den malerischen Hafen und einen Teil Antalyas in Form eines Hufeisens umgeben. Vier Tore gewähren Einlass in die Stadt. Auf dem Kale Kapysy Platz steht ein sehenswerter Uhrturm. Das Innere der alten Burg, Kaleici genannt, bildet heute mit seinen Pensionen, Bars und Basaren den Stadtkern. Als Wahrzeichen der Stadt gilt das Yivli-Minarett mit angrenzender Moschee. Das prunkvolle Hadrianus-Tor aus weißem Marmor wurde 130 n. Chr. zu Ehren des Besuchs von Kaiser Hadrian gefertigt und gilt als das schönste Tor Pamphyliens. In der Umgebung sind verschiedene antike Stätten zu besichtigen, darunter Perge (18 Kilometer), Termessos (34 Kilometer), Olimpos (zwischen Kemer und Adrasan) und Phaselis (58 Kilometer). Die Evdir Karawanserei mit ihrem spitzbogigen Portal ist 18 Kilometer von Antalya entfernt und wurde 1210-1219 errichtet.

Der pergamenische König Attalos II. gründete die Stadt unter dem Namen Attalia. Ausgrabungen zufolge haben hier bereits vor 40.000 Jahren Menschen gesiedelt. In ihrer bewegten Geschichte erlebte die Stadt viele verschiedene Herrschaften, darunter Griechen, Römer, Seldschuken, Byzantiner und Osmanen. 1923 wurde Antalya zur Hauptstadt der Provinz Antalya erklärt.

In Antalyas herrscht ein typisch mediterranes Klima mit trockenen, heißen Sommern und milden, regnerischen Wintern, weiter im Landesinneren herrscht ein Übergangsklima.

Aksu

Direkt an einem lang gezogenen, breiten Sandstrand finden sich die wohl aufregendsten Ferienanlagen der Tu¨rkischen Riviera. Highlights dieser ju¨ngsten, aber sehr bevorzugten Ferienregion sind die beiden World of Wonders Hotels Topkapi Palace, eine originalgetreue Nachbildung des beru¨hmten Topkapi-Palastes in Istanbul, und das World of Wonders Kremlin Palace im Stil russischer Prachtarchitektur.

Lara

Östlich vom Stadtzentrum der Provinzhauptstadt Antalya gelegen, befindet sich diese noch sehr junge Region. Direkt am langen und breiten Sandstrand reihen sich mehr und mehr Deluxe-Hotels, die ihren Besuchern garantiert keine Wu¨nsche offen lassen. Aksu und Lara liegen nur etwa 20 km vom internationalen Flughafen Antalya entfernt und ermöglichen ebenfalls einen kurzen, komfortablen Transfer. Die Golfplätze von Belek sind etwa 25 km entfernt.

Belek

Ein breiter, etwa dreissig Kilometer langer Sandstrand fällt flach ins Blau des Meeres ab, dahinter duftende Pinienwälder – das ist Belek, nur rund 35 km vom Flughafen Antalya entfernt. An einen unter Naturschutz gestellten Abschnitt des Strandes kommen noch heute wie seit Millionen Jahren die Meeresschildkröten an Land, um im warmen Sand ihre Eier abzulegen. Der traumhaft schöne Sandstrand lädt ebenso wie das Naturschutzgebiet im Hinterland mit seinen duftenden Pinien- und Eukalyptuswäldern, die von Sultan Abdulaziz II. angelegt worden sind, zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Bereits bei der Erschliessung dieser Region wurde grösster Wert darauf gelegt, die ökologischen Bedürfnisse des Naturschutzes und die des modernen Tourismus in Einklang zu bringen. Belek ist der ideale Ferienort für Erholungssuchende, Familien mit Kindern und sportlich orientierte Urlauber. Alle Hotels sind modernst ausgestattet, vom Strand zurückversetzt und zeichnen sich durch eine grosszügige Architektur, hohen Komfort und eine grosse Auswahl an Unterhaltungs und Sportmöglichkeiten aus. Es ist erst rund ein Jahrzehnt her, dass hier ein modernes Ferienzentrum entstanden ist, für Menschen, die Meer, Golf und Kultur in den Ferien bevorzugen. Die traumhaften Golfplätze geniessen Weltruf.

Bodrum

Auf der Halbinsel im Norden des Golfes von Gökova liegt ein singendes, schwingendes Städtchen mit vielen Künstlern und Intellektuellen: Bodrum. Der griechische Gelehrte Homer beschrieb die Landschaft als eine “unendliche Bläue”.
Auf einer Landzunge zwischen Ost- und Westhafen bewacht ein mächtiges, mittelalterliches Kastell die Bucht des ehemaligen Halikarnossos. Schneeweiße, blumenübersäte Häuser zieren die Ufer. Die in den Bodrumer Bootswerften hergestellten Boote sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Ob Yachteigner, Pauschaltourist oder Rucksackreisender – in Bodrum fühlen sich Alle wohl.

Bodrum ist das Zentrum für Bau, Wartung und Reparatur von Yachten – Yachttourismus ist dort eine Haupteinnahmequelle. Bis zu 30 m lange Segelyachten mit modernster Technik werden hier gebaut. Wer die Seeluft mag, geht auf die "Blaue Reise" in die glasklaren Gewässer des Golfs von Gökova, wo man in eine grün-blaue Farbensinfonie eintauchen kann. In Bodrum und Umgebung gibt es zahlreiche, wunderschöne Sandstrände von ursprünglicher Schönheit. Sie sind ideal zum Ausspannen, Fisch essen oder die Flora bewundern.

Das kulturelle Erbe der Umgebung Bodrums ist faszinierend, sei es das Amphitheater, die Felsengräber oder das Myndos-Tor, das eines der Stadttore von Halikarnassos war. 99 Jahre dauerte der Bau der Burg von Bodrum. Sie hieß ursprünglich St. Peter und wurde von den Rittern des Johanniterordens auf Rhodos im 15. Jahrhundert errichtet. Ein großer Teil des Baumaterials stammte vom Mausoleum des karischen Königs Mausolos, das eines der Sieben Weltwunder der Antike war.

Zahlreiche Völkerstämme kamen nach Bodrum, da sich von dort aus die Herrschaft über die Ägäis festigen ließ. Vor der Zeitenwende gehörte Bodrum, damals Halikarnassos genannt, zu Karien, einem zwischen Lykien und Ionien gelegenen Königreich. Bodrum stand auch unter der Herrschaft der Perser, Mazedonier, Römer und Byzantiner. Im Mittelalter gewann der Ritterorden der Johanniter in Bodrum die Oberhand, der auch den Bau des Kastells St. Peter durchführte. Halikarnassos und Umgebung brachten bedeutende Persönlichkeiten, wie Herodot und mehrere Künstler, hervor.

Die Winter sind mild, die Sommer heiß und trocken – trotzdem ist die Hitze gut erträglich. Denn im Sommer weht nachmittags immer eine starke Brise, “meltem” genannt.

Cesme

94 Kilometer westlich von Izmir an der Ägäisküste liegt der Urlaubsort Cesme an der Spitze der gleichnamigen Halbinsel. Die griechische Insel Chios (Sakiz) ist nur 8 Kilometer entfernt.

Feinste Sandstrände und die Thermalquellen der Umgebung haben Cesme zu einem beliebten Urlaubszentrum werden lassen. Surfer finden ideale Voraussetzungen: Das Meer ist flach und der sommerliche Landwind sorgt für regelmäßigen Wellengang. Im Süden der Halbinsel bietet ein Jachthafen Anlegeplatz für 150 Schiffe. Zwischen September und Dezember dürfen Wildschweine, Hasen und Rebhühner gejagt werden.

Ein osmanisches Kastell von 1508, eine zweistöckige Karawanserei von 1528 und viele alte Wohnhäuser zeugen von der langen Geschichte der Stadt. Auf einem Hügel befinden sich die Überreste einer Akropolis. 15 Kilometer nördlich sind auf Kap Kalemburnu die Ruinen der ionischen Stadt Erythrai zu besichtigen, einer Siedlung aus der Zeit um 1000 v. Chr.

Im Laufe seiner Geschichte stand Cesme, unter dem Namen Cyssus gegründet, unter der Herrschaft der Ionier, der Lykier, der Perser, der Römer, der Byzantiner und schließlich der Osmanen.

Die Sommer im durch das Ägäisklima beherrschten Cesme sind heiß und trocken, die geografische Lage der Halbinsel sorgt für erfrischenden Nordwind.

Fethiye

Das Städtchen Fethiye liegt am inselreichen und bewaldeten Golf von Fethiye an der türkischen Mittelmeerküste.

Dank seinem Yachthafen und den schönen Badestränden der nahen Umgebung zählt Fethiye zu den beliebtesten Urlaubszielen der türkischen Mittelmeerküste. Der Traumstrand an der Lagune Ölüdeniz liegt nur 14 Kilometer entfernt und ist gut mit dem Kleinbus zu erreichen. 3-4 Kilometer weiter erreicht man Kelebekler Vadisi, das von Bergen umrahmte “Tal der Schmetterlinge”. An dem mit Oleandern bewachsenen Sandstrand fällt ein kleiner Wasserfall ins Meer. In Fethiye bieten Tauchschulen Kurse an, der 1975 Meter hohe Berg Babadagy bietet optimale Bedingungen zum Paragliding und auf den Flüssen Esen und Dalaman kann man Wildwasserrafting-Touren buchen.

In der näheren Umgebung der Hafenstadt befinden sich mehrere interessante Ruinenstätten: Xanthos (65 Kilometer entfernt) war das Zentrum des Lykischen Bundes und wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet. Auf der von Ölüdeniz aus zu erreichenden St. Nikolaus-Insel befinden sich Ruinen von Wohnhäusern und einer byzantinischen Kapelle. Die Felsengräber der antiken Stadt Tlos (45 Kilometer entfernt) zählen zu den schönsten Beispielen lykischer Grabbaukunst.

Im Altertum lag an der Stelle des heutigen Fethiye die Freistadt Telmessos, die im 5. Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde. Im Laufe ihrer Geschichte stand die Stadt u. a. unter persischer, römischer und osmanischer Herrschaft.

In Fethiye herrscht ein typisch mediterranes Klima. Die Sommer sind mit einer Durchschnittstemperatur von 30 °C heiß und trocken, im milden und regnerischen Winter liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei 20 °C. Die Wassertemperaturen fallen selbst im Winterhalbjahr nicht unter 16 °C.

Göreme

Große, kegelförmige Felsen prägen die Landschaft von Kappadokien. Hinter diesen märchenhaften “Feenbergen” liegt das Herz der Landschaft: Göreme. Die erste Siedlung der Umgebung wird auf die römische Zeit datiert. Die Wohnhöhlen und Kirchen, die in die Felsen eingemeißelt wurden, tragen die Mystik ihrer Geschichte bis zum heutigen Tag.
Kappadokien heißt der Landstrich zwischen dem Taurusgebirge im Süden, Aksaray im Westen, Malatya im Osten und dem Schwarzen Meer im Norden. Durch Vulkanausbrüche wurde das Land von zahlreichen Tuffschichten unterschiedlicher Dicke und Festigkeit überlagert. Wind- und Wasser formten die kegel- und pyramidenhaften Steinformationen, die so genannten “Feenkamine” oder “Feenberge”.

Die in die Felsen eingemeißelten, traditionellen Wohnungen und Kirchen sind die Attraktion in Kappadokien. Das einzige architektonische Material der Region ist Stein, der aufgrund der vulkanischen Besonderheiten gut zu bearbeiten ist. So entwickelte sich die Steinbearbeitung zur architektonischen Tradition. Viele der Steinhäuser wurden als Kirchen und Klöster genutzt. Manche Hohlräume sind mit Wandmalereien, teilweise noch aus byzantinischer Zeit, verziert.

Die Sommer in Göreme sind heiß und trocken, die Winter kalt und niederschlagsreich.

Istanbul

Die Weltstadt mit ca. 12 Millionen Einwohnern liegt am Bosporus, der Meerenge zwischen Marmara-Meer und Schwarzmeer, die Europa und Asien trennt. Istanbul ist somit die einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt.

Prima entspannen lässt es sich an den ruhigen Marmarastränden. Auf den nahe Istanbul gelegenen Prinzeninseln erwarten den Besucher gepflegte Parks und Wassersportanlagen. Golfplätze befinden sich direkt in Istanbul.

In Istanbul befinden sich an die 500 Moscheen. Außerdem zahlreiche Kirchen, Klöster, Paläste und Festungsanlagen. Größte Moschee ist die blaue Moschee, die mit ihren 6 Minaretten zum Symbol Istanbuls geworden ist. Einen Höhepunkt der osmanischen Architektur stellt die Süleymaniye-Moschee dar. Imposant auch das Hippodrom, eine Reitbahn aus der byzantinischen Epoche, die 100.000 Zuschauer fasste.

Erst eine Kirche, später eine Moschee und heute ein Museum – die Hagia Sophia gilt als außergewöhnlicher byzantinischer Bau und als das berühmteste Denkmal Istanbuls. Auch das Kariye-Museum ist eine umgewandelte Moschee. Das nach der Hagia Sophia wichtigste byzantinische Bauwerk Istanbuls ist für seine Mosaiken und Fresken bekannt. Das Museum für türkische und islamische Kunst zeigt sehenswerte Textilien, Teppiche und Holzschnitzereien.

Erste Ansiedlungen im Stadtgebiet des heutigen Istanbuls werden auf ca. 3.000 v. Chr. datiert. Etwa 660 v. Chr. gründeten Griechen hier die Hafen- und Handelsstadt “Byzanz”. Im 4. Jh. wurde Byzanz zu Konstantinopolis – Konstantin I. machte die Stadt wegen ihrer strategischen Lage zur neuen Hauptstadt des römischen Reiches. Im 6. Jh. erlebte die Stadt unter Kaiser Justian ihre Blütezeit. 1453 wurde sie von den Osmanen erobert und als Istanbul zu ihrer Hauptstadt. Während der Herrschaft der Sultane entwickelte sich eine rege Bautätigkeit, die im 19. Jh. durch westliche Architekturstile beeinflusst wurde. 1923 verlor Istanbul den Status der Hauptstadt an Ankara. Die bedeutende Rolle als Welthandelsplatz und Metropole blieb davon unberührt.

Handgeknüpfter Teppich oder hochkarätiger Juwel gefällig? Im traditionellen Kapali Basar wird jeder fündig. Die labyrinthartige Einkaufswelt in der Altstadt besteht aus 4.000 Geschäften, in denen man stundenlang bummeln kann. Für einen Kleider-Einkauf empfiehlt sich die Fußgängerzone Istiklal Caddesi mit ihren zahlreichen Edel-Boutiquen.

Im Sommer herrschen Temperaturen bis 28 °C, von Dezember bis Februar sind es um die 10 °C.

Izmir

Die drittgrößte Stadt der Türkei (2 Mio. Einwohner) liegt etwa in der Mitte der Ägäisküste am Golf von Izmir, einer der schönsten Buchten der türkischen Westküste. Die lebendige, kosmopolitische Stadt beherbergt den zweitgrößten Hafen der Türkei.

An den leicht zu erreichenden, schönen Stränden der Ägäis kann man entspannen oder Wassersport treiben. Yachtfreunde finden besonderes in Cesme ideale Bedingungen. Die "Agamemnon-Thermalbäder", die schon in Homers Sagen genannt werden, werden seit der Antike als Heilbäder benutzt.

Der Kültürpark ist das grüne Herz der Stadt. Mit seinem abwechslungsreichen Zoo, der typischen Mittelmeer-Flora und den Sport- und Vergnügungsanlagen ist er das Erholungsgebiet Nummer Eins. Eine geruhsame Atmosphäre herrscht im Botanischen Garten der Ege-Universität. Dort sind ca. 3000 Pflanzenarten aus sämtlichen Klimazonen zu bestaunen. In der ganzen Stadt und ihrer Umgebung findet man Zeugen vergangener Zeiten, wie den Athene-Tempel in Bayrakli. Dort kann man auch die über 2600 Jahre alten Überreste der ionischen Stadtmauer. Die Römer bauten die Aquädukte von Sirinyer und Yesildere – sie versorgten Izmir noch bis in die osmanische Zeit mit Wasser. Die Kizlaragasi Han, eine originalgetreu restaurierte, osmanische Herberge aus dem 18. Jahrhundert, ist ein großartiges Beispiel osmanischer Architektur.

Izmir wurde etwa 3000 v. Chr. gegründet. Über die Jahrtausende stand die Stadt unter hethitischer, ionischer, lydischer, persischer, römischer, byzantinischer und osmanischer Herrschaft. In Izmirs Vorläufersiedlung, dem griechischen Smyrna (entstanden um 1.000 v. Chr.), erblickte im 8. Jahrhundert v. Chr. der Dichter Homer das Licht der Welt. Im 4. Jh. wurde die Stadt unter Alexander dem Großen von ihrem ursprünglichen Standort, dem heutigen Hügel Kadifekale, südlich versetzt. Das byzantinische Smyrna musste sich gegen zahlreiche Angriffe, u. a. der Seldschuken, behaupten, bevor im 15. Jh. unter der Herrschaft der Osmanen eine friedlichere Zeit anbrach.

In Izmir herrscht ein typisch mediterranes Klima mit milden Wintern und heißen, trockenen Sommern (bis zu 33 °C). Beständige, oft böig auffrischende sommerliche Nordwinde über der Ägäis sorgen für angenehme Erfrischung. Das Meer hat selbst im Oktober noch eine durchschnittliche Wassertemperatur von 20 °C.

Kemer

Das aufstrebende Ferienzentrum Kemer liegt an der türkischen Mittelmeerküste und ist mit seinen Yachthäfen und antiken Stätten ein wichtiges Touristenzentrum.

Von Kemer aus werden täglich organisierte Touren mit dem Jeep ins Taurusgebirge angeboten, auch Reiten, Fahrradtouren und Ausflüge mit der Yacht sind möglich. Die von Tannenbäumen gesäumten Strände vor der Bergkulisse des Taurusgebirges laden zum Schwimmen und Sonnenbaden ein.

15 Kilometer von Kemer entfernt liegen die Ruinen der altlykischen Hafenstadt Phaselis. Folgt man der Landstraße weiter in Richtung Kumluca erreicht man die Überreste der antiken Stadt Olimpos. Hier trifft man auf die “brennenden Steine” von Chimera: Aus den Steinen strömende Gase speisen mehrere kleine Flammen. Die Felsengrotte Beldibi, in der prähistorische Zeugnisse gefunden wurden, ist 27 Kilometer von Antalya entfernt.

In Kemer herrscht ein typisch mediterranes Klima mit einem heißen und trockenen Sommer. Der Winter zeichnet sich durch warme Temperaturen und eine hohe Regenwahrscheinlichkeit aus.

Kusadasi

Kusadasi liegt 71 km entfernt von Aydin an der ägäischen Küste. Die Stadt liegt im Mittelpunkt der Tourismuszentren Izmir, Ephesus, Mutter Maria, Milet, Didim, Pamukkale, Marmaris und Bodrum.

Der Stadtstrand von Kusadasi liegt zwischen dem Zentrum und dem Yachthafen. Viele Campingplätze bieten Sportmöglichkeiten. Wer nicht in der Sonne ausspannen will, geht in eines der vielen Thermalbäder. Vom Hafen bieten sich zahlreiche Bootsausflüge an, z. B. zur griechischen Insel Sisam (Samos). Im Hafen kann man Motorboote auf Stunden- oder Tagesbasis ausleihen.

In der Burg Güvercinada befindet sich heute ein Museum. Ein weiterer Zeitzeuge ist die Öküz-Mehmet-Pasa Moschee. Die gleichnamige Karawanserei mit seinem geräumigen Innenhof dient heute als Hotel.

In Kusadasi herrscht ein typisch mediterranes Klima mit milden Wintern und heißen, trockenen Sommern.

Marmaris

Das beliebte Tourismuszentrum Marmaris hat alles zu bieten: Wunderschöne Buchten und Strände, antike Städte, Naturschönheiten, Ausflugs- und Sportmöglichkeiten sowie einen modernen Yachthafen. Die Umgebung ist von hohen Bergen und Tannenwäldern geprägt – hier gedeiht Ahorn sowie der seltene Storaxbaum.

Neben vielen Badestränden und Picknickplätzen kann man in der Bucht von Marmaris auch Wassersport betreiben. Für Freunde des Yachttourismus ist Marmaris ebenfalls ideal.

Wahrscheinlich haben die Ionier die Burg von Marmaris gebaut. Sie wurde während der Zeit Alexander des Großen ausgebessert und während der Kanuni Sultan Süleyman-Zeit vergrößert und repariert. Die Burg bietet ein eindrucksvolles Panorama über Marmaris. Der antike Name der Stadt war Physkos. Sie war eine der wichtigsten Hafenstädte ihrer Zeit. Deren Überreste sind nördlich von Marmaris zu bestaunen. Die zur hellenistischen Zeit gehörenden Festungsmauern stehen heute noch. Die Ruinen der antiken Stadt Amos erreicht man nordwestlich von Marmaris. Die Stadt aus der hellenistischen Periode besteht aus auf einem Gipfel gebauten Theater, Tempeln und einigen Statuen. Bei Grabungen fand man 1948 verschiedenen Inschriften, datiert auf etwa 200 v. Chr. Sie stellen einen Mietvertrag für das Theater dar.

Die Geschichte von Marmaris geht bis etwa zum Jahr 3400 v. Chr. zurück. Ein Volksstamm unter dem Häuptling Kar soll sich dort niedergelassen und das Land “Karia” genannt haben. Über die Jahrtausende haben viele Kulturen Marmaris beherrscht.

Das mediterrane Klima sorgt für warme Winter und heiße, trockene Sommer.

Pamukkale

18 km von Denizli entfernt offenbart sich ein faszinierender Anblick. Kalkhaltiges Thermalwasser, das von einem Plateau herunterfließt, hat fantastische Formationen erschaffen. Die wasserüberfluteten Sinterterrassen, wegen ihres Aussehens “Baumwollschloss” genannt, sind das Markenzeichen Pamukkales, das für seine Thermalbäder bekannt ist. Der Ort ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Thermalbäder und Heilquellen laden zu Wellness pur ein. Die heilende Wirkung des kalkhaltigen Wassers war schon in der Antike bekannt. Heute ist sie auch wissenschaftlich erwiesen. Ein weiteres Thermalzentrum befindet sich bei der nahen Kleinstadt Karahayit. Das eisenhaltige Wasser hilft gegen Beschwerden wie Arteriosklerose, hohen Blutdruck, Rheumatismus, Ischias-, Haut- und Nervenkrankheiten sowie Hexenschuss, Juckreiz, Akne und Krätze.

Auf beiden Seiten der 1.000 m langen Hauptstraße des antiken Pamukkale sind Galerien mit wichtigen Bauwerken zu sehen. Teile der Stadtmauer aus dem 5. Jh. sind noch gut erhalten. Im Stadtzentrum befinden sich eine Kathedrale und drei sehenswerte Kirchen aus dem 6. und 7. Jh. Der Apollon-Tempel steht auf Plutonion, einer heiligen Höhle. Apollon kam in diesem Gebiet mit Kybele zusammen. Westlich der Stadt befinden sich so genannte “Nekropole”, zu deutsch “Totenstädte”. Die Grabbauten ähneln der Architektur von Wohnungen. Für die Gräber, die teilweise bis in die frühe christliche Zeit reichen, wurden Kalkstein und Marmor benutzt.

Pamukkale, früher Hierapolis, wird wegen vieler Tempel und religiöser Gebäude in der Archäologieliteratur als heilige Stadt geführt. Über die Gründung der Stadt ist wenig überliefert. König Pergamon II. Esmenes nannte sie im 2. Jh. v. Chr. Hierapolis, nach Hiera, der Königin der Amazonen. Ab dem 4. Jh. wurde sie zu einem Christenzentrum. Im Jahre 80 soll hier einer der Apostel Jesu, St. Philip, ermordet worden sein.

Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter sind warm und regnerisch.

Pergamon

Pergamon, das heutige Bergama, liegt 100 km nördlich von Izmir. Als eine der ältesten Siedlungen der Türkei geht ihre Geschichte bis ins Prähistorische zurück.

Viele Thermal- und Heilbäder laden zum Entspannen ein. Manche Heilbäder helfen sogar gegen Krankheiten des Bewegungssystems und der Haut.

Die antike “Akropolis” wurde auf einem Gipfel erbaut, zu dem man einen kurvenreichen Weg hinaufsteigt. Fünf Brunnen und ein Munitionslager waren auf diesem Gipfel untergebracht. Dort liegen auch die Serails, zwei große Häuser mit Innenhof, die als Paläste der Könige Pergamons dienten. Man geht davon aus, dass das kleine Haus im Norden während der Zeit von König Attolos, das größere während der Zeit von Eumenes gebaut wurden. Die Mosaiken, die man in dem Serail fand, werden wie viele andere Fundstücke (auch der große Zeus-Altar) im Pergamon-Museum in Berlin aufbewahrt. Die Überreste der berühmten Pergamon-Bibliothek befinden sich nördlich vom heiligen Athena-Platz. Man sagt, sie umfasste 200.000 Bände und konnte mit der Bibliothek in Alexandria konkurrieren. Die höchste Terrasse der Akropolis, das Trajaneum, wurde für den römischen Kaiser Trajan erbaut. In den Tempeln wurden kolossale Statuen von Trajan und Hadrian gefunden; diese sind ebenfalls in Berlin zu besichtigen. Das Pergamon-Theater wurde auf einem steilen Abhang gebaut und ist eins der schönsten architektonischen Werke der hellenistischen Zeit. 10.000 Personen fasste der Bau – die Bühne war aus Holz und wurde nur an den Vorstellungstagen aufgebaut.

Im Altertum war die Stadt mit ihren prunkvollen Monumenten Zentrum des gleichnamigen Königreichs. Sie war auch einer der strategisch wichtigsten Orte im Mittelalter. Die Stadtmauern hat man aufs 7. Jh. v. Chr. datiert. In Pergamon herrschten auch die Perser, Alexander der Große, die Phryger, Römer und Byzantiner. 1341 wurde Pergamon durch die Osmanen erobert.

In Pergamon herrscht typisches Mittelmeerklima mit heißen Sommern und lauwarmen Wintern.

Selcuk / Ephesos

Südlich von Izmir, am Weg nach Aydin, befindet sich Selçuk, früher Ephesos genannt. Ephesos war in der Antike eine blühende Handelsstadt, eine Besichtigung der Ruinen sollten Sie nicht verpassen!

Sieben historische türkische Bäder laden zum Entspannen ein. Das sanfte Klima ermöglicht an 10 Monaten im Jahr die Ausübung von Wasser- und Freiluftsportarten.

Die Ruinen von Ephesos sind faszinierend. Eine ca. 400 m lange, mit Marmorsteinen gepflasterte Straße führt durch die antiken Überreste. Im antiken Stadion wurden Pferdewagen-Wettkämpfe und die olympischen Spiele ausgetragen. Gegenüber befindet sich der als Akropolis bezeichnete Hügel. Geht man weiter, kommt man an den byzantinischen Bädern vorbei. Dort befindet sich auch die Marienkirche – eine der ersten sieben Kirchen des Christentums. Im 11. Jh. wurde sie unter römischer Herrschaft zur Basilika umgewandelt und der Mutter Maria gewidmet. Zur Zeit des Kaiser Trianus (98-117 n. Chr.) wurde das große Theater fertiggestellt, das bereits in der hellenistischen Epoche begonnen wurde. Es bot 25.000 Personen Platz. Die Celsus-Bibliothek wurde 135 erbaut. Die Dekoration der Vorderseite ist ein Meisterwerk römischer Architektur. Vier Frauenstatuen symbolisieren “Vernunft”, “Schicksal”, “Wissenschaft” und “ethische Qualität”.

Nach den Schriftstellern der Antike ist Ephesos wie Smyrna um 3000 v. Chr. gegründet worden. Die Spuren ionischer, römischer, byzantinischer, seldschukischer und osmanischer Zivilisationen sind heute noch zu sehen. Im 11. Jh. v. Chr. gründeten Griechen das erste Ephesos. Besondere Bedeutung kam der Stadt im 1. Jh. v. Chr., während der römischen Kaiserzeit, zu: Als Hauptstadt war Ephesos nach dem ägyptischen Alexandria die größte Stadt des Ostens. Nach der Zeitenwende wurde Ephesos zu einer der ersten christlichen Gemeinden überhaupt und wichtige Basis christlicher Missionarstätigkeit. Hier predigten Paulus und Johannes, und selbst die Mutter Gottes soll hier ihre letzten Tage verbracht haben. Angriffe, Eroberungen und Erdbeben ließen Ephesos zunehmend verfallen. In Erinnerung an die Seldschukenherrschaft, unter der Ephesos einen letzten Aufschwung erlebte, wurde der Ort 1914 in Selcuk umbenannt.

Im typisch mediterranen Klima sind die Sommer heiß und trocken, die Winter warm und regnerisch. Es schneit nie, die Temperatur geht nur selten unter 0 °C.

Side

Endlose, breite Sandstrände erstrecken sich westlich der Halbinsel, wo der Ort Side mit seinen antiken Sehenswürdigkeiten, den alten Häusern, den unzähligen Geschäften und Bars liegt. Die Strände eignen sich besonders für einen Urlaub mit ausgedehnten Strandspaziergängen, die vom Hotel bis nach Side führen können. Viele der kleinen und grossen Hotels und Appartementanlagen sind direkt am Meer, manche liegen auf den Hügeln über dem Strand.

Die Stadt, gegründet im 7. Jh. v. Chr., erlebte unter griechischer, römischer und byzantinischer Herrschaft ein wechselvolles Schicksal. Zeitweise stand Side, dessen Name “Granatapfel” bedeutet, sogar unter der Herrschaft von Piraten. Ihre Blüte erlebte die Stadt in der frühen römischen Kaiserzeit und sie dauerte bis in die spätrömisch-byzantinische Zeit an. Mit dem Einfall der Araber begann der endgültige Verfall. Side wurde erst am Anfang dieses Jahrhunderts von kretischen Moslems wieder besiedelt und blieb lange Zeit ein idyllisches, verschlafenes Fischerdorf. Die Stadt, auf der weit ins Meer vorspringenden Halbinsel, bietet eine reizvolle Harmonie mit ihren römischen Ruinen, auf die man überall trifft, und den noch grossteils im alten türkischen Stil errichteten kleinen Häusern. Interessant sind die antiken Ruinen direkt im alten Stadtbild, wie der Apollon-Tempel, das Theater, die Stadtmauer und der Monumental-Brunnen. Wer heute die Stadt besucht, kann sich gut vorstellen, wie das Leben hier vor gut 2000 Jahren pulsierte.

Westlich von Side sind in den letzten Jahren direkt am Strand weitläufige Hotel- und Clubanlagen entstanden, deren Entfernung von Side-Stadt zwischen 4 und 6 km beträgt. Der schöne, teilweise feinsandige Strand fällt nicht ganz so rasch ins Meer ab wie im Osten.

Die Distrikthauptstadt, etwa 5 km von Side am Manavgat-Fluss entfernt, liegt etwas im Landesinneren. Die endlos weiten Sandstrände der Resorts werden wegen ihrer Nähe zu Manavgat diesem Gebiet zugezählt. Kiesig bis feinsandig und sehr breit, bieten sie ungetrübtes Spaziervergnügen. Beliebt in Manavgat ist der wöchentliche Bauernmarkt mit verschiedenen Gewürzen, Früchten, Gemüse, aber auch Handarbeiten und Textilien.

An der grossen Einkaufsstrasse von Side, die vom Theater zum Fischerhafen führt, reiht sich Geschäft an Geschäft. Keramik, Gewürze, Lederwaren, Früchte, Teppiche, T-Shirts, Schmuck, Antiquitäten und Kinderspielzeug, all das und noch vieles mehr wird in grosser Vielfalt angeboten.

Ürgüp

Die Stadt Ürgüp, 20 km östlich von Nevsehir, ist eins der wichtigsten Zentren Kappadokiens.

Genau in der Mitte der Landstraße von Ürgüp nach Avanos liegt das Pembe Tal. Durch Vulkanausbrüche wurde das Land von zahlreichen Tuffschichten unterschiedlicher Dicke und Festigkeit überlagert. Das Regenwasser, das ins Tal geschwemmt wurde, wusch das Gestein aus. Zusammen mit dem Wind schuf die Natur die so genannten “Pilzfelsen”. Manche Felsen sehen sogar wie Kamele oder Kaninchen aus – ein Anblick, der sich lohnt! Die Festung Ortahisar ist 1 km entfernt. Die 50 m hohe Felsenfestung ist schon von der Hauptstraße aus zu sehen. Wenn man auf der Landstraße Ürgüp-Kayseri nach 8,5 km rechts abbiegt und weitere 8 km fährt, erreicht man das Dorf Yesilöz köyü. Hier steht die St. Theodor-Kirche (heute heißt sie Tagar-Kirche), die in T-Form gebaut wurde. Sie ist unter den kappadokischen Kirchen einzigartig. Die gut geschützte Kirche wurde durch drei Künstler in verschiedenen Zeiten verziert. Die Gemälde zeigen die frohe Botschaft, die Geburt Jesu, die Propheten, die Jünger, Jesus am Kreuz sowie die Engel Gabriel und Michael. Der Damsa-Staudamm ist 17 km entfernt von Ürgüp. Das Ufer ist ein beliebter Ausflugsplatz.

Die Stadt trug in ihrer Geschichte viele Namen. In der byzantinischen Periode hieß sie “Osiana” (Assiana), die Seldschuken gaben ihr den Namen “Bashisar”, die Osmanen sagten “Burgut Kalesi”. Seit Gründung der Republik wird sie “Ürgüp” genannt.

In Ürgüp sind die Sommer heiß und trocken, die Winter kalt und regnerisch.

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