Schwarzmeer Region
Lage
Die Schwarzmeer-Küste im Norden der Türkei reicht von der türkisch-bulgarischen Grenze bis zur türkisch-georgischen Grenze im Osten. Malerische Fischerdörfer, einsame Buchten und kilometerlange Strände, die zum Schwimmen und Sonnenbaden einladen, reihen sich aneinander. Dichte Nadel- und Laubwälder bedecken das zumeist parallel zur Küste verlaufende Pontische Küstengebirge. In feuchtem Klima und auf fruchtbarem Boden werden Agrarprodukte angebaut, darunter Tee, Tabak, Haselnüsse, Mais und Getreide.
Geschichte und Mythologie
Sinop, die Provinz mit der gleichnamigen Hauptstadt, erhielt ihren Namen von der Amazonenkönigin Sinope. Laut Mythologie haben die kriegerischen Damen in diesem Gebiet gelebt. Sinop ist auch der Geburtsort des Philosophen Diogenes.
Tour
Die Küstenstraße, die sich von Akcakoca bis Hopa schlängelt, ist eine Traumstraße und ideal für eine Reise durch die liebenswerte “grüne” Schwarzmeer-Region. Von Akcakoca führt sie zunächst ins Landesinnere nach Safranbolu und Devrek, bekannt für traditionelle türkische Architektur und kunstvoll geschnitzte Spazierstöcke. Zurück an der Küste, durchquert man bekannte Ferienorte wie Inkum, Amasra und Cakras. Sinop, mit seinen geschützten Buchten, ist einer der bezauberndsten Badeorte am Schwarzen Meer.
Die Küste zwischen Samsun, der größten Hafenstadt an der türkischen Schwarzmeerküste, und Trabzonzeichnet sich durch riesige Haselnussplantagen aus. Östlich von Samsun liegen die für ihre herrlichen Strände und Naturschönheiten bekannten Ferienzentren Ünye und Fatsa und das liebenswerte, in sattes Grün gebettete Städtchen Ordu. Eine steile, felsige Landzunge wird von der Giresun-Burg gekrönt. Der Blick von ihr auf die sich westlich und östlich der Stadt Giresunerstreckenden Strände ist einmalig.
Trabzons bedeutendstes Bauwerk ist die Hagia Sophia (das heutige Ayasofya-Museum). Der Blick auf die Stadt aus der Vogelperspektive vom Boztepe-Park und dem Atatürk-Haus aus ist atemberaubend. Weltbekannt ist das südöstlich von Trabzon liegende Sumela-Kloster, erbaut im 14. Jh. unter König Alexius III. Wie ein Adlerhorst klebt es in 250 m Höhe an einer steilen Felswand.
Die Gegend bei Rize ist die niederschlagsreichste der ganzen Türkei. Sämtliche Grüntöne erfreuen hier das Auge. Der Blick auf das Herz des türkischen Teeanbaus vom Ziraat-Park aus ist paradiesisch.
Der letzte türkische Schwarzmeerhafen vor der Grenze ist Hopa. Südlich von Hopa liegt die Provinz Artvin, bekannt für seine herrlichen Hochalmen und die vielen georgischen Kirchen. Der Fluss Coruh ist von wilder Schönheit und ideal für Wassersport jeder Art.
Freizeit und Sport
Naturfreunde, Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker oder Kanuten werden ihrer sportlichen Leidenschaft in dieser abwechslungsreichen Landschaft frönen.
Küche
Der römische Feldherr Lucullus hat in Giresun die Kirsche entdeckt und dafür gesorgt, dass sie in Europa angebaut werden.
Provinzen
Die Schwarzmeerprovinzen heißen Amasya, Artvin, Bolu, Corum, Giresun, Gümüshane, Kastamonu, Ordu, Rize, Samsun, Sinop, Tokat, Trabzon, Zonguldak, Bartin ve Karabük
Klima
An der türkischen Nordküste herrscht das so genannte pontische Klima vor: Niederschläge fallen das ganze Jahr (Minimum im Sommer, Maximum im Herbst), die Temperaturkurve schwankt wenig.
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